Schön, dass Du hier gelandet bist!

Du bist vermutlich eine Mama und suchst eine liebevolle und gute Betreuung für Dein Kind?
Du möchtest Dich einfach mal so umschauen, ob Fremdbetreuung für Dich und Dein Kind in Frage kommt?
Du möchtest bald wieder in Deinen Beruf zurückkehren und suchst eine Tagesmutter?
Ich bin Tagesmutter und mein Anliegen ist das Wohlergehen und die gesunde Entwicklung von Kleinkindern.
Daher habe ich ein Plädoyer für unsere Allerkleinsten verfasst,
weil ich glaube, dass sie ziemlich genauso empfinden, wie ich es beschreibe…
und ich appelliere an das typische Empfinden einer Mutter, das ich für sehr wertvoll halte.
Daher fühl Dich bitte nicht unwohl beim Lesen, ich möchte niemandem zu nahe treten,
sondern ich stehe den Kindern nahe.

Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. (Verfasser unbekannt)


Geliebt, geborgen und glücklich

Stell dir vor, du bist frisch verliebt, ihr seid ein Paar, alles stimmt. Eure Gemeinschaft ist der Himmel, eure Sehnsucht unermesslich... Tag für Tag wirst du aus dem herrlichen Gefühl der engsten Verbundenheit gerissen, zur Trennung gezwungen und bist der Überzeugung, dass es für immer ist. Nie mehr wirst du den Menschen wiedersehen, den du so sehr liebst. Es gibt keine Perspektive, du weißt nicht, warum das so ist, verstehst die Zusammenhänge nicht. Wie wirst du das jemals verarbeiten können? Wie überlebst du eine solche emotionale Katastrophe?

Du sagst, so etwas kommt gar nicht vor, und dennoch gibt es Menschen, die allein im Gefühl genau das erleben, weil der Verstand noch nicht helfen kann. Von wem rede ich? Es sind unsere Kleinsten, die wenigen Monate alten Babys, die Einjährigen und Zwei- bis Dreijährigen. Auch sie haben ihr kleines Herzchen für ihre erste große Liebe weit geöffnet. Im Unterschied zu den verliebten Erwachsenen sind sie noch keine gefestigten Persönlichkeiten, die eben noch nicht alleine für sich leben können. Sie sind absolut abhängig und werden noch geprägt. Daher ist die Katastrophe schlimmer und hat eine lebenslängliche Wirkung.
Alles gerät aus dem Lot, wenn die Mutter-Kind-Beziehung gestört wird, wenn also Mutter und Kind (0-3Jahre) voneinander getrennt werden. Das geschieht heute immer mehr und immer selbstverständlicher durch frühe Fremdbetreuung bei Tagesmüttern und in Krippen.


Verliebt, gebunden und treu
Jetzt sagst du, es ist ja nur für ein paar Stunden oder nur für 3 Tage in der Woche… und eure Beziehung hat in der verbleibenden Zeit Qualität? Das ist leider nur ein Spruch, denn die Qualität leidet unweigerlich, wenn das Kind tagtäglich bzw. regelmäßig durch die schlimmsten Ängste und Überforderungen durch  muss. Außerdem wächst mit der Zeit ein Vorwurf im tiefsten Inneren: „Du hast mich alleine gelassen.“ - Ein Kleinstkind hat noch nicht die Möglichkeit, die Vergangenheit bewusst zu erinnern oder sich die Zukunft vorzustellen. „Mama wird mich nach dem Essen abholen.“ „Mama hat mich gestern abgeholt, also wird sie es auch heute tun.“ Solche Gedanken (geschweige denn Gewissheiten) kann das Kleinstkind noch nicht denken, sondern erlebt die Abwesenheit der Mutter als reines Gefühl: „Sie ist nicht da. Ich bin allein, habe fürchterliche Angst." Gefühlt ist Mama für immer weg. Das Kind leidet Existenzangst = Todesangst.

Das ist grausam! Dein kleines Kind liebt dich! Es kann ohne dich nicht leben! Es kann doch nicht mal eben schnell die Tagesmutter lieben! Auch wenn diese sich die größte Mühe um eine liebevolle Betreuung gibt, es ist einfach nicht die Mama und dein Kind ist an dich gebunden und ist dir treu! Das kann man auch nicht durch gut organisierte Eingewöhnungszeiten ändern.

Das abgegebene Kleinkind befindet sich in einer Abwarte-Haltung. Seine innere Ausrichtung ist und bleibt Mama, auf eine neue Beziehung möchte es sich nicht einlassen. Gefühle bleiben verborgen und Lernfortschritte finden während dieser Zeit kaum statt. Vor allem entwickelt es im Zustand der ständigen Überforderung nicht mehr die sozialen Kompetenzen, von denen man neuerdings immer redet.  Erst wenn Mama an der Tür erscheint, erwacht es zum Leben. Wenn das über Jahre hinweg so praktiziert wird, „erwachen“ manche lieber gar nicht mehr. Die Folgen sind Verhaltensauffälligkeiten aller Arten. Traurigkeit äußert sich durch Aggressionen bis hin zu Depressionen.

Unsere Kleinsten sind gebunden an DIE Mama und leiden große Gefühle um sie. Dieser Bindung darf man nicht Gewalt antun oder wollen wir unsere Kinder Untreue und Unbeständigkeit lehren?

Diese Bindung ist Grundlage für die Entwicklung der Persönlichkeit und aller sozialen Kompetenzen. Sie ist wichtig für die Selbstwahrnehmung, die ein Mensch entwickelt. Hier werden die Weichen gestellt, wie ein Mensch während seines ganzen späteren Lebens über sich selbst und über andere denkt (Weltbild), wie sich sein Charakter ausprägt und seine Liebesfähigkeit entwickelt.

Wir sollten diese so wichtige, frühe Bindung zwischen Müttern und ihren Kindern fördern, hegen und pflegen und auch bezahlen! Unsere Familienpolitik tut leider das Gegenteil. Mütter sollten mehr Selbstbewusstsein haben aufgrund ihrer mega-wichtigen Aufgabe, die sie ihren Kindern gegenüber erfüllen. Sie dürfen stolz darauf sein nur(!) Mutter zu sein. Wer prägt die kommende Generation mehr?

Und die Väter?
Es ist nun mal die Mutter, die neun Monate lang eine Zeit erlebt, in der das kleine werdende Menschlein in ihrem Körper heranwächst und sich immer mehr bemerkbar macht… Daher ist von Natur aus schon eine engere Beziehung gegeben, die von Anfang an existentiellen Charakter hat. Durch die Stillzeit, die natürlicherweise auch mehrere Jahre dauern kann, wird ihre Intensität noch verstärkt und bestätigt. Der Vater ist mit Sicherheit nicht unwichtig, aber diese einzigartige eigentlich unbeschreibliche Liebesbeziehung zwischen Mutter und Kind kann auch durch ihn nicht ersetzt werden. Sie ist die Grundlage aller weiteren Erziehung auch durch den Vater. Frauen, Mütter könnt ihr fühlen, wovon ich rede, was ich meine?

Wir brauchen Mütter, die ihre Liebe zu ihren Kindern so ausleben, wie diese es brauchen. Frage einfach dein Mutterherz
und trau dich dazu zu stehen. Dann kommt’s gut. Die lebenswichtige Mutterliebe hat es schon lange vor der Wissenschaft gegeben und auch schon lange vor unserem Geldsystem.
Lass dein Kind nicht weinend zurück! Spüre, was in ihm vorgeht, dass es auch leidet, wenn es zu weinen aufgehört hat. Investiere all dein Mitgefühl für dein Kind. Traue dich, dein Kind zu vermissen! Könntest du auch weinen, wenn du ohne dein Kleines weg musst?

Traue dich auch, dich schrecklich komisch zu fühlen, wenn du es einer andern Frau gibst. Es gibt eine natürliche Eifersucht, lass sie zu, das ist gut so. Sie schützt dich und dein Kind vor Entfremdung und vor all den beschriebenen Gefahren für seine Entwicklung.

Der Mensch braucht Liebe, um ein Mensch zu werden. (Kalenderspruch)

Ich füge noch hinzu: Das Kleinkind (0-3 Jahre) braucht diese Liebe unmittelbar und permanent, also ohne zeitliche Lücken. Die Aufgabe ein Kind wirklich zu lieben kann nicht an eine Tagesmutter oder Krippenerzieherin delegiert werden. Das Kind ist seiner Mutter treu, es kann nicht anders. (es sei denn diese verzichtet ganz und lässt ihr Kind adoptieren) Von einer Frau, die gleich mit fünf Kleinkindern gleichzeitig ihr Geld verdient, kann man auch keine tiefen Liebeseinsätze erwarten. Das würde den emotionalen Rahmen absolut sprengen. Das kleine Kind bleibt in der Betreuungszeit ungeliebt, leidet Existensängste und Trennungsschmerzen. Es stagniert in seiner seelischen und sozialen Reifeentwicklung.

Wer die Knospen einer Rose abschneidet, wird die Rosenblüte nicht erleben:
Das Kleinkind wird mit Gewalt zur Unzeit „abgelöst“, was bewirkt, dass es in einem Mangelgefühl hängen bleibt und sich so nicht mehr ablösen kann, wenn es dann soweit wäre. (das erste Mal im vierten Lebensjahr) Es erwirbt eine Art „Selbstständigkeit“, die dazu führt, dass es nicht mehr auf seine Mutter/Eltern hört und stark auf seinen eigenen Willen bezogen lebt. Hier wird der menschliche Egoismus nicht durch Liebe korrigiert, sondern regelrecht manifestiert. Überdies bleibt das Kind ein in Wahrheit unselbstständiger Mensch, der stark verunsichert und in seinem Urvertrauen angegriffen ist.

In den neuen Gesetzestexten ist die Rede von Förderung und Bildung durch Tagespflege für 1-3-jährige Kinder… Man hat sogar einen gesetzlichen Anspruch darauf! Das ist ein fürchterlicher Quatsch. Bildung geschieht durch Herzensbildung und diese geschieht durch BINDUNG. Bindung an die Person, die von Natur aus dafür vorgesehen ist. Die MAMA. Ein Kind lebt durch die Liebe seiner Mutter und entwickelt sich nur in ihrer Nähe optimal. So ist das nun mal. Das können Politiker nicht ändern, auch wenn es ihnen besser ins Konzept passt, dass auch möglichst alle Bürgerinnen Steuern zahlen…

Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes Leben lang für die kalte Welt aushalten.  (Jean Paul)

Wie wahr! Daher ist Mutter ein Beruf....
und ist es nicht der schönste Beruf, den es auf der Welt geben kann, ein Kind (oder mehrere Kinder) zu lieben? Liebe ist nicht bloß ein Gefühl, sondern eine aktive Tätigkeit. Besonders die intensive Anfangszeit wo dir dein Kleines ständig am berühmten Rockzipfel hängt, ist für beide ganz besonders. Wer sich dafür zu wenig Zeit nimmt, verpasst das eigentliche Leben!

Mutter ist ein Beruf, denn sie ist maßgeblich daran beteiligt, liebesfähige Menschen auszubilden. Wenn das mal keine wichtige Aufgabe und Berufung ist! Wie schändlich, dass unsere Gesellschaft das Muttersein so wenig achtet und wie sehr unsere Politik dagegen arbeitet!

Mutter ist ein Beruf, der bezahlt werden müsste! Aber dieser Liebesdienst ist und bleibt unbezahlbar. Bilden wir uns nicht ein, dass es irgendeinen Staat gibt, der uns Mütter finanziell entlohnt. Jedes Gehalt wäre auch weit unter der Leistung, der Wohltat, die hier am Kind und an der Gesellschaft vollbracht wird. Liebe ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Vielleicht ist das auch gut so.


Mütter traut euch! Traut eurem Mutterinstinkt, eurem Mutterherz! Macht euch nicht vom (Eltern-) Geld abhängig! Es suggeriert euch, dass ihr euer Kind schon nach 1 Jahr abgeben müsst. Hört auf die Liebe und fühlt den Bedürfnissen des Kindes nach…und handelt nicht aus Angst. Es gibt immer auch einen anderen Weg –auch mit weniger Geld. Trau dich, vertraue deinem Partner, dass er genug Geld für euch verdient. Wenn du noch eine Ausbildung (zuende-) machen musst, auch das kann man für drei Jahre verschieben! Die Beziehung zu deinem Kind ist um ein Vielfaches wertvoller als dein Job, dein Geld, dein Prestige, deine Selbstständigkeit und was es sonst noch so geben mag. Du wirst dich an der glücklichen, gesunden und liebesfähigen Persönlichkeit deines Kindes erfreuen und an euer einzigartigen Verbindung.

Ich möchte niemandem zu nahe treten,
niemanden angreifen, belehren etc… aber ich muss einfach in dieser Zeit ein Plädoyer für unsere Kleinsten halten. Sie können noch nicht reden – und ihr Weinen wird so oft überhört oder falsch interpretiert. Ich appelliere an die Frauen, die mir nachfühlen können und wollen, worum es mir geht. Ich möchte Mütter ermutigen, gemäß ihrer weiblichen Intuition zu handeln und ihre Mutterliebe zur Geltung zu bringen. Es ist ein Dienst an den hilflosen kleinen Kindern und an der nächsten Generation. Auch wenn unsere derzeitige Politik etwas anderes suggeriert und die finanzielle Seite für die Mütter unmöglich ausfällt:

So gibt es doch einen Lohn, der viel mehr Bedeutung hat, als das Geld und der Zeitgeist uns vorgaukeln können.

Zu meiner Person:

Ich heiße Ille Bläse, bin 43 Jahre alt und vierfache Mutter. 
Zwei Söhne sind erwachsen, einer ist Teenager und das jüngste ist im zweiten Lebensjahr. 
Daher habe ich einige wertvolle Lebenserfahrungen als Mutter gesammelt.
In den vergangenen 20 Jahren habe ich auch schon so manches Kind aus dem Bekanntenkreis betreut 
und arbeite seit 2013 als Tagesmutter. 
Aufgrund des obigen Plädoyers nehme ich Kinder nur noch in begründeten Einzelfällen zur Betreuung bei mir auf.

Wenn Du Kontakt mit mir aufnehmen möchtest:

Ille Bläse, Mutter · Erzieherin · Tagesmutter
Schaarweg 41 · Alte Schule
23730 Neustadt i.H. Pelzerhaken
Tel.: 04561 – 5282766

e-Mail: 
www.kult-ur-sprung.de